habe mich von längst nicht mehr benötigten tooltechno-platten getrennt und dabei etwas aufstockung des d&b-arsenals betrieben. das ganze im power park, niederbarnimstraße.
nasty habits
shadow boxing / prototyped
[31 records 31r002]
doc scott mit einem klassiker des genres, der zwölf jahre nach veröffentlichung nichts von seiner qualität eingebüßt hat (zwei euro ins phrasenschwein, ich weiß). die düstere melodie stellt einige der heutigen produktionen immer noch in den buchstäblichen schatten, „massiv“ trifft’s wohl ganz gut. die rückseite ist da verträglicher, schon eher funky, und damit bestimmt was für leute, die mit roni size und krust (respektive mit full cycle) gut vertraut sind.
dom & roland
mechanics / prisms
[31 records 31r003]
darkness? industrial-ambiente? ins mark treffende beats? da ist man bei dom & roland doch immer richtig. die freude an der a-seite wird durch die fläche für mich getrübt, aber dafür ist die auf der b-seite zugunsten der bassline reduziert. somit eher was für mich, macht sich neben ed rushs „killamanjaro“ bestimmt hervorragend.
boymerang
still / urban life
[prototype recordings pro 008]
die a-seite brilliert mit einem düster schiebenden track in der tradition alter no-u-turn-sachen, die b-seite bedient die fraktion, die es etwas harmonischer mag, durchaus mit jazz-anleihen, aber dabei nicht zu vertrackt. prototype ist damit eines der labels, mit denen man nichts verkehrt machen kann.
biosphere
novelty waves
[apollo apollo 020]
mitte der 1990er, auf dem zenith der techno-bewegung, kamen diverse werbeagenturen auf die idee, diesen sound zur untermalung von spots zu benutzen, und die spots von levi’s stachen seit jeher durch sorgfältig ausgewählte musik hervor (und ja, auch durch die ästhetik).
lange rede, kurzer sinn: „novelty waves“ ist einer dieser tracks, die im fahrwasser manch anderer techno-tracks untergehen, an die man sich aber sofort erinnert, wenn man die bassline hört. sonst alle zutaten, die man anno 1994 so gebraucht hat, inklusive der 303. noch dazu mit breakbeats nach alter englischer rave-tradition, und damit hat man die geheimwaffe, mit der heute eher wenige rechnen. der aedena-cycle-remix ist allerdings auch nicht von schlechten eltern.