einkäufe vom 19. juni 2020

ein weiterer platzhalter und wieder mal bandcamp. die bleiben bei ihrem plan, ihren anteil morgen an den naacp legal defense fund weiterzuleiten und haben hier schon mal eine übersicht der kabels und künstler* innen zusammengestellt, die entweder alle einnahmen spenden oder sonderveröffentlichungen an den start bringen.

am 25. märz 2025 mal endlich vollendet. eher in listenform mit kurzanmerkungen.

moodymann
amerika [kdj kdj 15]
black mahogani [peacefrog records pfg050cd]
„amerika“ zählt nicht zu den offensichtlichen hits wie „shades of jae“ oder „i can’t kick this feeling when it hits“. rückwärts abgespielte synth-loops, dazu botschaften von kdj höchstpersönlich und zugleich hochpolitisch.
„black mahogani“ lohnt sich nicht nur wegen des eben angesprochenen überhits. „runaway“ oder „i’m doing fine“ schlagen in eine ganz ähnliche kerbe.

distance dancer
distance dancer
[the final experiment tfex10]

ein weiteres shed-alias. „brain dance“ richtiggehend trancig, mit breakbeats, der titeltrack nach typischer rezeptur: geradliniger, fetter beat mit angedubbten chords.

sunn o)))
606_lm_preproduction 270618
606_lm_preproduction 280618
[sunn.bandcamp.com]

wie der titel schon sagt: vorproduktionen zu „life metal“, die sich genauso gut anhören lassen wie das album an sich. leider nicht mehr erhältlich.

the untouchables
mutations vip
[samurai music]

an den beiden schätze ich die bis auf das nötigste kondensierte produktion, die dem subbass eine menge gelegenheit zur entfaltung gibt. „mutations“ habe ich als album stehengelassen, die vip-versionen hingegen taugen mir ausnahmslos.

bergsonist
edits
[bergsonist.bandcamp.com]

„freak“ kann mensch als eine verlangsamte coverversion von dj assaults „techno freak“ sehen, „drop it like“ als beschleunigtes instrumental zu snoop, bei „lose control“ loopt sie eine stelle und stellt das ganze etwas rauher auf.

dj milton
trax-4-daze
[chiwax classic edition cce031]

neuauflage der ep auf dance mania. womit bereits alles dazu gesagt ist, was mensch hier erwarten kann: schön komprimierte 808, schneidende claps, stellenweise nicht jugendfreie texte. wird für mich nicht alt, sowas.

alonzo
i’m a
[wt records wt 27]

electro, zumeist der rauheren sorte, kann es bei „uni-verse“ sogar mit michael forshaw aufnehmen.

hajj
dédicace à personne
[brothers from different mothers bfdm022]

grob: bass music. fängt mit „my love is rotten to the core“ zurückgenommen und einladend, fast schon lieblich an, hört bei „dad is destroying the world for my sake“ mit metal-ähnlichen vocals auf. was zeigt, dass brothers from different mothers niemals berechenbar und deswegen eines der interessantesten labels waren.

n.y. house’n authority
n.y. house’n authority
[nu groove records ng 015]

nu groove – auch so eines der labels, das meinerseits mehr aufmerksamkeit verdient hätte. wie auch new york house im allgemeinen.
stammt von 1989, der einfluss chicagos schimmert mehr als deutlich durch, bei „dyckman house“ bspw. mit anleihen bei larry heard. ansonsten auch schön trockenes tool-material („ravenswood house“).

tech trax
feel the luv
[nu groove records ng 001]

das ist vocal-house, wie er mir gefällt, auch wenn der sich auf die einzelne zeile beschränkt, die dem titel entspricht. beim „body mix“ kommt sogar noch ein organ hinzu, was aber auch passt. der „sex mix“ ist da etwas schnörkelloser.

russell elington langston butler
606 trax
[fixed rhythms frs004]

hat jam-session-charakter und erneut die zutaten, wie ich sie bei chicago liebe, wobei der herr aus new york city kommt: schnörkellose drumloops, die je nach lust und laune moduliert werden und bei denen auch nicht an der distortion gespart wird.

dj technics
party people
[djtechnics.bandcamp.com]

beim ausflug der staub ins robert johnson gehört. vereint die fugees, jammin gerald und noch einiges anderes, das ich nicht benennen kann (ist das „party over here“-sample wirklich vom tag team?), unter einem dicken breakbeat. sehr dankbare nummer.

gez varley
tony montana
[!k7 records k7r023cd]

(zur transparenz: am 23. juni 2020 gekauft, hatte er da wahrscheinlich gerade im angebot.)
habe ich seinerzeit auf vinyl nicht mal angerührt, da ich anhand des covers eher house vermutet hatte. selbst wenn, wäre dies auch nicht schlimm gewesen. schlimmer ist es, das album durch diese ausgelebte engstirnigkeit viel zu lange vernachlässigt zu haben.
spielbar ist hiervon für meine begriffe so gut wie alles. und es ist für seine verhältnisse sogar ziemlich harter techno dabei herausgekommen („paranoia“). sonst eben typisch g-man: viel dub, der sich lange pro track entwickeln kann.

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