wer gerade zufällig in der gegend weilt, ist herzlich zur unterstützung willkommen.
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bei der location drängte sich natürlich unweigerlich der vergleich mit dem alten bahnhof im nahegelegenen halsbrücke vor zwei jahren auf, aber bereits bei der ersten kurzen begehung waren marcel und ich sehr angetan von dem gebäude. bei mir wurden erinnerungen an das ostgut wach, das heißt schon mal nichts schlechtes. zwar hat man sich gegenüber dem bahnhof um ca. das dreifache vergrößert, andererseits war es dort auch echt stellenweise etwas eng, was ja auch seinen reiz haben kann.
zwei vorräume, einer für die bar, mit einigen sitzgelegenheiten, dann noch einer, von dem sich alles abzweigt: toiletten und die beiden, nebeneinander liegenden floors.
auf dem housefloor war ich vielleicht insgesamt zwei minuten, kann also nur wenig sagen. kein strobo, dominierende farbe: rot.
der technofloor: strobo als ausschließliche lichtquelle, dj-pult hinter tarnnetz, bot sogar eine audio-station, auf der traktor installiert war. die anlage für meine begriffe zu höhen- und mittenlastig, aber das ist nicht zuletzt eine budgetfrage.
warm-up bereits mit zackigem tempo und einigen hits („turkish bazar“ bspw.), intro unsererseits mit noise.
die übrigen vier stunden vergingen mal wieder, ohne nennenswerte schwierigkeiten mit ableton, wie im fluge. nicht zuletzt dank des publikums, was man hier in berlin (zugegeben) eher schräg anschauen würde, weil solarium und bodybuilding hier nicht so gut ankommen. dazu ist aber zweierlei zu sagen: erstens sollte man bei einem eher provinziellen publikum nicht solche maßstäbe anlegen, und zweitens haben die sich dermaßen lautstark bei manchen neuen tracks bemerkbar gemacht, dass man als berliner fast neidisch werden könnte.
nur schade, dass die stoßzeit fast genau zwischen 1 und 4:30 uhr liegt, ab da hat es sich jedenfalls schlagartig geleert. kann man natürlich diskutieren, ob das an uns lag, der spielfreude tat es jedenfalls keinen abbruch.
lange geblieben sind wir allerdings auch nicht mehr. angesichts einer noch zu bewältigenden rückfahrt sind wir gegen 5:30 uhr – diesmal bei tageslicht – durch das noch leicht verschlafene freiberg in richtung autobahn gefahren, auf der wir zehn minuten warten mussten, ehe sich auf unserer spur ein auto blicken ließ.
ein definitiv lohnenswerter ausflug. wenn es nach mir ginge: gerne wieder.
viel spaß euch heute abend im wilden osten 🙂