keine atempause, geschichte wird gemacht…
the tresor opening
tresor
rok (gigolo / berlin)
jonzon (gigolo / berlin)
liquid sky (tresor hq / berlin)
batterieraum
stewart walker (persona / berlin) live
luke (tresor mp3 mix series / berlin)
todd bodine (highgrade / berlin)
ab 23 uhr
vor ort war ich hier erst kurz nach 1 uhr, aber man sagte mir, dass man den keller erst kürzlich geöffnet hätte, in dem liquid sky bereits seit 23 uhr (sic!) spielte. an der kommunikation zwischen nightmanager und djs sollte also auch noch dringend gefeilt werden.
für liquid sky bedeutete dies, gleich vollgas geben zu können / müssen, was mancher dj-ethik vielleicht zuwiderläuft, aber andererseits hatten die leute bestimmt lange genug ausgeharrt, und da würde auch ich mich nicht lange damit aufhalten, sie erst langsam auf das kommende vorbereiten. schnelles und sauberes mixing mit nicht allzu experimentiellen platten, sondern mit dem, was der keller eben so braucht.
derweil oben im batterieraum todd bodine mit für mich alles andere als zwingendem minimal-kram, entsprechend sah es auch auf dem floor aus. könnte man eigentlich meinen, dass er es nach jahren in tresor-diensten besser wissen könnte, aber wenn man sich so auf (s)einen stil fixiert, könnte der für die tanzfläche nötige blick über den tellerrand evtl. zu kurz kommen.
jonzon fuhr im tresor nach liquid sky zwar ebenfalls das tempo runter, und einige hätten ihn dafür lieber oben im batterieraum oder wenigstens an stelle von liquid sky platziert, aber mir tat es gut, ihn nach sechs jahren wieder zu hören. das mixing zwar auf sicherheit bedacht, aber das ist seinem gehör geschuldet. geschmacklich immer noch sicher in der detroiter schule verankert, dabei mit blick auf die neueren sachen, die leider im schatten der älteren monolithen stehen, die von manchen anderen bevorzugt werden, und gegen ende war auch er wieder auf dem level angelangt, was sein vorgänger ihm vorgelegt hatte.
stewart walker habe ich mir nur in den ersten zehn minuten angehört, weil es auch von ihm schon sets mit wesentlich mehr power gegeben hat – auch wenn er für mich einer derjenigen war, der trotz deutlichen bekenntnissen zu minimal immer noch wusste, wie man eine tanzfläche rockt.
blieb also rok unten, und abgesehen davon, dass er die eh so sensible anlage überreizte und die beiden jungspunde am lichtpult sich eher durch ihr rumhampeln als durch die qualitäten für das setzen optischer akzente auszeichneten, war das über weiteste teile wieder sehr brauchbar. die paar bassline-eskapaden sind angesichts von krachern wie dem aphrohead-remix von dave clarke oder der red planet 12 gegen schluss zu vernachlässigen.
zu luke kann ich auch nicht viel sagen, bis auf dass er um 7 uhr noch ein gut gefülltes haus vorfand, welches man mit „don’t laugh“ beglücken konnte. bin mir aber sicher, dass er das kind schon geschaukelt haben wird.
summa summarum schon kein schlechter abend, viel verpasst hätte ich dennoch nicht, wenn ich daheim geblieben wäre.
bilder davon hier.